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Ev. Kirchengemeinde Leutesheim

Einführungsgottesdienst am Pfingstsonntag:
Jörg Allgeier ist neuer Pfarrer in Leutesheim

Kehl-Leutesheim (pr). In Leutesheim gibt es einen neuen Pfarrer. Er heißt Jörg Allgeier und wohnt in Appenweier. Im Gottesdienst am kommenden Pfingstsonntag stellt sich der 44-jährige der Leutesheimer Kirchengemeinde vor.

Der Nachfolger von Ulrike Schneider-Harpprecht teilt sich in Appenweier zusammen mit seiner Frau die Pfarrstelle. Die Halbtagstelle in Leutesheim wird er nun zusätzlich übernehmen. Das Arbeitsverhältnis in Leutesheim ist zunächst auf ein Jahr befristet. Jörg Allgeier wird weiterhin in Appenweier wohnen. Das Pfarrhaus in Leutesheim bleibt nach dem Auszug der Familie Schneider-Harpprecht daher zunächst unbewohnt.

Jörg Allgeier ist in Karlsruhe geboren, aufgewachsen ist er in Königsbach-Stein im Enzkreis. Er ist verheiratet mit der Pfarrerin Agnes Gahbler, Tochter Luise ist elf Jahre alt. Zehn Jahre lang war Jörg Allgeier Pfarrer in Tiengen am Hochrein. Seit Mai 2006  wohnt und arbeitet die Familie in Appenweier.

Wir unterhielten uns mit Jörg Allgeier über seine ersten Eindrücke von Leutesheim und seine Ziele.


Wie wurden Sie in Leutesheim empfangen?
Allgeier: Die erste Begegnung mit den Mitgliedern des Kirchengemeinderats bekräftigte mein Interesse an der halben Pfarrstelle in Leutesheim. Alle waren sehr aufgeschlossen und signalisierten mir, dass Sie sich eine Zusammenarbeit vorstellen können.

Und wie gefällt Ihnen Leutesheim?
Allgeier: Die historische Kirche mit dem Wappen über dem Eingansportal lässt auf eine bewegte Geschichte schließen. Mein zweiter Blick fiel auf die vielen Fahrräder vor dem Gemeindesaal. Erst dachte ich, es sei Konfirmandenunterricht. Es war aber gerade  Seniorentreff. Toll, wenn es so viele sportliche und radelnde Seniorinnen und Senioren in einer Gemeinde gibt.

Wann werden die Leutesheimer sie kennen lernen?
Allgeier: Am Pfingstsonntag werde ich den ersten Gottesdienst feiern. Hiltrud Ziegler, die Vorsitzende des Kirchengemeinderats, wird mich kurz vorstellen. Nach dem Gottesdienst ist die Gemeinde zum Kirchenkaffee eingeladen. Dort gibt es die Gelegenheit für Gespräche.

Welches Thema wird Ihr erster Gottesdienst in Leutesheim haben?
Allgeier: Das Thema lautet: "Gottes Geist tritt für dich ein". Die Bedeutung des Heiligen Geistes für unser Leben soll hervorgehoben werden.

Was ist ihnen besonders wichtig bei ihrer Tätigkeit?
Allgeier: Ein Schwerpunkt wird die Arbeit mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden sein. Die liegt mir sehr am Herzen. Die Kirchengemeinde ist Trägerin eines Kindergartens. Da liegt es auf der Hand, den Kontakt mit den Kindern zu pflegen. Ein weiteres Thema wird natürlich die Kirchenrenovierung sein. Das Kirchengebäude soll wieder in einen guten Zustand kommen, damit die Gottesdienste in einem liturgisch schön gestalteten Gottesdienstraum gefeiert werden können. Dafür werden wir die Unterstützung der ganzen Gemeinde brauchen.

Sie werden ja weiterhin in Appenweier wohnen. Ist das ein Nachteil für Ihre Arbeit in Leutesheim?
Allgeier: Ich hoffe doch nicht. Ich kann bequem in 20 Minuten von Appenweier nach Leutesheim kommen. Viele wären froh, sie hätten nur 20 Minuten Anfahrt zu ihrem Arbeitsplatz. Leutesheim ist ja eine halbe Pfarrstelle. Ich werde versuchen, die Arbeit auf zwei bis drei Tage zu konzentrieren. Für seelsorgliche Belange will ich zuverlässig erreichbar sein. Dazu werden gerade die Kommunikationsmittel im Büro instand gesetzt.

Ihre Frau ist ja auch Pfarrerin. Wird es in Leutesheim Gottesdienste mit Agnes Gahbler geben?
Allgeier: Geplant ist das nicht.  Meine Frau ist mit halber Stelle in Appenweier tätig und wir möchten die Arbeitsbereiche nicht vermischen. 

Ihre Tätigkeit ist zunächst auf ein Jahr begrenzt. Warum?
Allgeier: Dies gibt der Gemeinde Leutesheim und auch mir die Möglichkeit, das neue Modell »Gleichzeitig Pfarrer in Leutesheim und Appenweier« zu erproben.
 


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Aktives Dorf Leutesheim, Mai 2008