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Ev. Kirchengemeinde Leutesheim

Ulrike Schneider-Harpprecht wurde als neue Pfarrerin in Leutesheim eingeführt

Kehl-Leutesheim (pr). »Was lange währt, wird endlich gut.« Dieser Satz wurde am Sonntagmorgen bei der Einführung der neuen Leutesheimer Pfarrerin Ulrike Schneider-Harpprecht angesichts der damit verbundenen Beendigung einer fast vierjährigen Vakanzzeit mehrfach gebraucht
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Dekan Ditmar Gasse führte Ulrike Schneider-Harpprecht in das neuen Pfarramt ein, überreichte die Ernennungsurkunde des Landesbischofs, segnete sie ein und sprach, »dass wir sehr, sehr froh sind, dass sie hier ist.« Ditmar Gasse dankte den Vakanzvertretern für die gute Arbeit und ging ausführlich auch auf den Leutesheimer Kirchengemeinderat ein: »Sie haben zu Ihrer Verantwortung gegenüber der Gemeinde gestanden, haben gekämpft, waren kooperativ und geschwisterlich. Ohne Sie wäre es nicht gelungen, diese lange und ungewisse Zeit der Vakanz ohne inneren und äußeren Schaden zu überstehen«, lobte der Dekan aus Kehl.
Letztendlich habe sich jetzt alles zum Guten gewendet, sagte Ditmar Gasse und hieß Ulrike Schneider-Harpprecht und ihre Familie in Leutesheim und »dem schönen Pfarrhaus« herzlich willkommen. Gasse wünschte ein segensreiches Wirken auch in Kork und im Hanauerland. Der Leutesheimer Bevölkerung gab Ditmar Gasse mit auf den Weg, sich immer daran zu erinnern, dass Ulrike Schneider-Harpprecht hier neben der Stelle beim Epilepsiezentrum Kork nur ein halbes Deputat habe. »Zwei Dienstaufträge - das wird nicht einfach«, meinte der Dekan, »aber ich bin sicher, dass sie es schaffen wird. Für die Arbeit in Kork ist sie sehr gut ausgebildet.« Ulrike Schneider-Harpprecht solle sich mit den zwei Jobs aber selbst nicht überfordern, lautete der Rat von Ditmar Gasse.

Die Einführung nahmen Diakonin Anke Grotz aus Bethel, Klaus Wenzel vom Leutesheimer Kirchengemeinderat und Ditmar Gasse vor. Im Anschluss an den Gottesdienst, der von der Brass-Besetzung der Harmonie Leutesheim unter der Leitung von Dieter Baran und dem Kirchenchor von Horst Meisel musikalisch sehr feierlich begleitet wurde, war im Gemeindehaus noch Zeit für Grußworte. Stefan Reiff sprach im Namen des Kirchengemeinderats Dank dafür aus, dass das frisch renovierte Pfarrhaus nun endlich mit Leben erfüllt werde. Der Ortsverwaltung dankte Stefan Reiff für die Restaurierung der Kirchenuhr-Zifferblätter. Ganz besonders ging Reiff auch auf die Vakanzvertreter Bodo Holthaus und Hans Saecker ein. Holthaus habe die Kirchengemeinde eine Sekretärin zu verdanken. Pfarrer Saecker habe sie, den Kirchengemeinderat, in die Geheimnisse des Haushaltsplans eingeweiht. Die beiden Pfarrer erhielten Geschenke, Hobbylandwirt Hans Saecker einen Apfelbaum.

Ortsvorsteher Ernst Kleinmann sprach den Wunsch aus, dass das Herz von Ulrike Schneider-Harpprecht in Leutesheim Wurzeln schlagen möge. Er, Ernst Kleinmann, sei sich sicher, dass die neue Pfarrerin den Zugang zur Jugend finden werde, und das sei ganz wichtig, meinte der Ortsvorsteher. Ernst Kleinmann, der in unmittelbarer Nachbarschaft zur Familie Schneider-Harpprecht wohnt, habe jetzt schon den Eindruck, dass sich die Pfarrerfamilie emsig in und um`s Haus beschäftigte. Prädikant Eberhard Perk von der Badischen Landeskirche wünschte in Anlehnung an Schneider-Harpprechts Predigt »Sehen will gelernt sein« Um-, Nach- und Weitsicht. Anke Doleschal, Pfarrerin aus Auenheim, überreichte im Namen der Nachbarkollegen Rosen als Zeichen der Freundschaft und wünschte gute Zusammenarbeit. »Die Rosen haben den Namen eines schottischen Castles. Und wir hoffen, dass Sie in Leutesheim Ihr Castle gefunden haben«, sagte Anke Doleschal. Bodo Holthaus ließ am Schluss noch eine paar Erkenntnisse über die Leutesheimer Bevölkerung raus: »Sie sind gottesfürchtig, aber kirchenfern«, meinte Holthaus und hatte die Lacher auf seiner Seite.


Dekan Ditmar Gasse wünschte Ulrike Schneider-Harpprecht bei der Einführung segensreiches Wirken in Leutesheim. Links im Bild Diakonin Anke Grotz aus Bethel, eine frühere Kollegin der neuen Leutesheimer Pfarrerin.



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Aktives Dorf Leutesheim, 2001