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Ev. Kirchengemeinde Leutesheim
Anke
Dolschal stellt Reise ins alte Persien vor:
"Iran ist keine Mutprobe"
Kehl-Leutesheim
(pr). Mit allen Sinnen nahmen Interessierte am Mittwochabend im
Leutesheimer Gemeindesaal den Iran-Reisebericht von Anke
Doleschal auf.
Die Auenheimer Pfarrerin machte Appetit auf das alte Persien,
das im nächsten Jahr in der Zeit von 17. bis 26. April vom
Kirchenbezirk Kehl besucht werden soll.
Die Reise in den vom Tourismus noch völlig unentdeckten Iran sei
eine Reise zur Wiege des Paradiesgarten, als der das alte
Persien gelte, erzählte Anke Doleschal. Iran sei keine Mutprobe.
Das alte Persien lohne entdeckt zu werden, sagte die Auenheimer
Pfarrerin. Während Gastgeberin Ulrike Schneider-Harpprecht
zusammen mit den Damen des Leutesheimer Frauenkreises Ente in
Walnuss-Granatapfel-Sauce und Lamm in Quitten als Spezialität
aus dem fernen Land reichten, berichtete Anke Doleschal
eindrucksvoll von ihren Reiseerinnerungen. Sie zeigte Dias von
dem Vorurteil behafteten Iran. "Als Pilger waren wir unterwegs,
besuchten die Stätten unser biblischen Kindheit und staunten
über ein wunderschönes, filigranes Land", schwärmte die
Auenheimer Pfarrerin.
In der Wüste Nomaden begegnend, vorbei an in Stein gehauenen
persischen Königen. Und als Höhepunkt Persepolis, die alte
Palaststadt der persischen Könige Darius und Xerxes.
An vielen Stationen hätte die Gruppe Parallelen zu den
biblischen Geschichten wiedererkannt. Die Iraner waren
gastfreundlich, die Frauen nicht mehr so vermummt wie man dies
in Erinnerung hatte, so Anke Doleschal. Dass die konservativen
Regeln im Iran langsam aufweichen, wusste auch Salome Pfuhler zu
berichten. "Die Jugendlichen hören nun schon an öffentlichen
Plätzen Musik. Das wäre früher undenkbar gewesen", sagte die
junge Perserin, die seit drei Jahren mit ihren Eltern in
Leutesheim lebt.

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