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Ev. Kirchengemeinde Leutesheim
»75
Jahre Frauenchor Leutesheim«
Eine Bereicherung für das Dorf und seine Kirche
Kehl-Leutesheim
(pr). Mit
einem gelungenen Konzert in der Kirche feierte der Frauenchor
Leutesheim am Sonntagabend seinen 75. Geburtstag.
In die Jahre gekommen ist die "alte Litzmer Dame" aber noch
lange nicht. Das wurde im gutbesuchten Gotteshaus insbesondere
mit modernen Stücken sehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Inge Heidt vom Frauenchor hielt Rückblick auf den Chor. Er wurde
1928 von Schulleiter Otto Scholl, Vater des Auenheimer Walter
Scholl, gegründet. Mitte der dreißiger Jahre übernahm Wilhelm
Britz die Leitung und nach dem Krieg Frau Bitsch. Geprägt ist
der Chor auch heute noch vom langjährigen Wirken des Hans
Ponath, berichtete Inge Heidt. Ponath war Dirigent von 1976 bis
1998, also 22 Jahre lang. Der Schullehrer erweiterte
kontinuierlich das Repertoire des Chors und auch die Zahl der
Auftritte. Früher sang man nur bei Beerdigungen, was den Damen
den Namen "Lichdechor" einbrachte. Ponaths Nachfolger Horst
Meisel hatte für die Jubiläumsfeier am Sonntagabend ein
abwechslungsreiches Programm mit weltlichen Sätzen
zusammengestellt. Hans Ponath begleitete am Klavier, Andreas
Ellwardt mit der Posaune und Carola Wetzel aus Rammersweier an
der Querflöte.
"Freunde, die ihr seid gekommen" und "Die schönste Zeit im Jahr
ist mein" hieß es frisch und froh zur Begrüßung. "Um die Welt
geht unser Lied", angelehnt an einen früheren Eurovisionhit oder
die Interpretation des Cat Steven-Songs "Morning has broken"
klangen ebenso harmonisch. Mit Instrumentalstücken wurden die
Vorträge aufgelockert. Horst Meisel nahm Platz am Klavier und
Hans Ponath kehrte dann zurück an seine alte Wirkungsstätte als
Dirigent des Frauenchors. Gospels und Spirituals: "Auf der Welt
gibt es großes Leid", wurde stimmungsvoll geklagt.
Heimatverbunden zeigte sich der Leutesheimer Frauenchor bei
"Unser Strom", ein getragene und nachdenklich stimmende
Abhandlung über das Leben am Rhein.
Über "Oh my Lord", ein Stück aus dem Musical "Porgy and Bess",
kam der Chor von Horst Meisel dann zum Schluss. Ein Lied aus
Ghana erklang. "Maye kom", in Geduld wende ich mich zu Gott,
sangen die Leutesheimer Frauen abwechselnd in afrikanischer und
deutscher Sprache. Die aufmerksamen Zuhörer spendeten dem Chor
anhaltenden Applaus. Pfarrerin Ulrike Schneider-Harpprecht
dankte ebenfalls für den sehr gelungenen Auftritt und sagte:
"Der Frauenchor Leutesheim ist eine große Bereichung für das
Dorf und die Kirche".


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