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Jugendtreff Leutesheim
25 Jahre Jugendtreff Leutesheim -
Gründungsmitglied Peter Kiefer im Interview
Kehl-Leutesheim
(pr). Am kommenden Wochenende, Samstag und Sonntag, feiert der
Jugendtreff Leutesheim sein 25-jähriges Bestehen. Peter Kiefer
aus Leutesheim war 1979 treibende Kraft für die Gründung des
Jugendtreffs und damit Mann der ersten Stunde. Wir unterhielten
uns mit dem Lehrer und Kreisrat über die Anfänge der
organisierten Jugendarbeit in Leutesheim.
Wie kamen Sie zur Jugendarbeit in Leutesheim?
Kiefer: Als Lehrer der
Hauptschule in Bodersweier habe ich mich auch für die
Freizeitgestaltung meiner Schüler aus Leutesheim interessiert
und mich darüber geärgert, dass die immer nur daheim rumlungern.
Räume für einen Jugendtreff gab es damals nicht. Doch irgendwo
musste man sich ja schließlich treffen. Anfangs hat sich daher
sehr viel bei uns daheim auf der Terrasse abgespielt.
Das änderte sich als das alte Schulhaus frei wurde...
Kiefer: Ja, Pfarrer Gerhard
Toewe zog dort Ende März 78 aus. Erste Gespräche mit seiner
Nachfolgerin Monika Paetzholdt verliefen sehr viel versprechend.
Sie war in punkto Jugendarbeit auf unserer Seite. Wir konnten
die Kirchengemeinde schließlich dazu bewegen, dass sie uns für
das Erdgeschoss der alten Schule überlässt. Später als das
Schulhaus verkauft wurde, zogen wir in das Kindergartengebäude
um.
Wie sah die Jugendarbeit damals aus?
Kiefer: Über Pfarrerin
Paetzhold bekamen wir Kontakt zu Ernst Schrade. Der war
Jugendreferent im Kirchenbezirk und hat uns dann sehr
unterstützt. Gemeinsam haben wir Fußball und Tischtennisturniere
mit anderen Jugendtreffs organisiert oder Aufenthalte in Andlau.
Ansonsten haben wir sehr viel improvisiert. Für die Umbau- und
Renovierungsarbeiten im Kindergartengebäude haben wir wahnsinnig
viel Zeit investiert. Die Jugendlichen haben ganz toll mit
angepackt und die Gemeinde hat das Material bezahlt.
Apropos Geld. Wie sah´s aus mit den Finanzen?
Kiefer: Ein Budget gab es
nicht. Auch meine immerhin fünfjährige Jugendleitertätigkeit war
ehrenamtlich. Unsere Räume haben wir mit Möbel und
Einrichtungsgegenstände ausgestattet, die uns die Leute im Dorf
überlassen haben. Und der Verschleiß war riesig. Alle sechs
Monate musste Ersatz her.
Gab es Probleme, Ärger?
Kiefer: Im großen und ganzen
nicht. Ich kann mich erinnern, dass sich Pfarrerin Christina
Becker mal darüber aufgeregt hat, das bei uns im Treff Matratzen
am Boden liegen. Ein Problem war aber immer die Jugendarbeit mit
den Mädchen. Da hatte ich keinen so richtigen Draht dazu. Es war
dann auch ganz gut, dass meine Nachfolgerin eine Frau war.

Gründungsmitglied
Peter Kiefer
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