.



 

 
 
  Sie sind hier:   » Startseite » Archiv » 2004 »
 


Jugendtreff Leutesheim

25 Jahre Jugendtreff Leutesheim -
Gründungsmitglied Peter Kiefer im Interview

Kehl-Leutesheim (pr). Am kommenden Wochenende, Samstag und Sonntag, feiert der Jugendtreff Leutesheim sein 25-jähriges Bestehen. Peter Kiefer aus Leutesheim war 1979 treibende Kraft für die Gründung des Jugendtreffs und damit Mann der ersten Stunde. Wir unterhielten uns mit dem Lehrer und Kreisrat über die Anfänge der organisierten Jugendarbeit in Leutesheim.

Wie kamen Sie zur Jugendarbeit in Leutesheim?
Kiefer: Als Lehrer der Hauptschule in Bodersweier habe ich mich auch für die Freizeitgestaltung meiner Schüler aus Leutesheim interessiert und mich darüber geärgert, dass die immer nur daheim rumlungern. Räume für einen Jugendtreff gab es damals nicht. Doch irgendwo musste man sich ja schließlich treffen. Anfangs hat sich daher sehr viel bei uns daheim auf der Terrasse abgespielt.

Das änderte sich als das alte Schulhaus frei wurde...
Kiefer: Ja, Pfarrer Gerhard Toewe zog dort Ende März 78 aus. Erste Gespräche mit seiner Nachfolgerin Monika Paetzholdt verliefen sehr viel versprechend. Sie war in punkto Jugendarbeit auf unserer Seite. Wir konnten die Kirchengemeinde schließlich dazu bewegen, dass sie uns für das Erdgeschoss der alten Schule überlässt. Später als das Schulhaus verkauft wurde, zogen wir in das Kindergartengebäude um.

Wie sah die Jugendarbeit damals aus?
Kiefer: Über Pfarrerin Paetzhold bekamen wir Kontakt zu Ernst Schrade. Der war Jugendreferent im Kirchenbezirk und hat uns dann sehr unterstützt. Gemeinsam haben wir Fußball und Tischtennisturniere mit anderen Jugendtreffs organisiert oder Aufenthalte in Andlau. Ansonsten haben wir sehr viel improvisiert. Für die Umbau- und Renovierungsarbeiten im Kindergartengebäude haben wir wahnsinnig viel Zeit investiert. Die Jugendlichen haben ganz toll mit angepackt und die Gemeinde hat das Material bezahlt.

Apropos Geld. Wie sah´s aus mit den Finanzen?
Kiefer: Ein Budget gab es nicht. Auch meine immerhin fünfjährige Jugendleitertätigkeit war ehrenamtlich. Unsere Räume haben wir mit Möbel und Einrichtungsgegenstände ausgestattet, die uns die Leute im Dorf überlassen haben. Und der Verschleiß war riesig. Alle sechs Monate musste Ersatz her.

Gab es Probleme, Ärger?
Kiefer: Im großen und ganzen nicht. Ich kann mich erinnern, dass sich Pfarrerin Christina Becker mal darüber aufgeregt hat, das bei uns im Treff Matratzen am Boden liegen. Ein Problem war aber immer die Jugendarbeit mit den Mädchen. Da hatte ich keinen so richtigen Draht dazu. Es war dann auch ganz gut, dass meine Nachfolgerin eine Frau war.

 

Gründungsmitglied Peter Kiefer



zurück | drucken


Aktives Dorf Leutesheim, September 2004