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Jugendtreff Leutesheim

Monika Lindenberg verabschiedet: Nach dem Jugendtreff kommt die Altersteilzeit

Von Marco Karch

Kehl-Leutesheim. »Wir sind heute hier mit einem lachenden und einem tränenden Auge«, begann Ortsvorsteher Ernst Kleinmann seine Rede im Jugendtreff. »Ein lachendes Auge, da Monika nun einen neuen Lebensabschnitt antritt, ein weinendes, da wir eine wichtige Institution verlieren«. Für Leutesheims Jugendtreff-Leiterin Monika Lindenberg war der Mittwoch der letzte Tag im Jugendtreff. Nach 13 einhalb Jahren Jugendarbeit in Leutesheim beginnt für sie die Freistellungsphase ihrer Altersteilzeit. Die in Wyhl am Kaiserstuhl lebende Erzieherin trat damals am 1. Oktober 1998 die Stelle der Jugendtreff-Leiterin in Leutesheim an.

»Monika prägte das ganze System, so wie es ist, so wie es jetzt läuft«, sagt Kleinmann. Nicht immer einfach waren die Zeiten des Jugendtreffs, führte der Ortsvorsteher aus. Lindenbergs Arbeit fing an, als der Jugendtreff noch im Obergeschoss des Kindergartens hauste und die Kirche Träger der Einrichtung war. 2000 ging der Jugendtreff Leutesheim in städtische Leitung über. Ein großer Akt war der Umzug, ein Jahr später. Die Jugendeinrichtung wechselte in das ehemalige Raiffeisengebäude in der Gießelbachstraße.

»Das Gebäude war zu dieser Zeit noch längst kein Jugendtreff«, erinnerte Kleinmann. »Decken hingen herunter, viele Bauarbeiten und ehrenamtliches Engagement waren nötig«. Auch der Musikkeller musste saniert werden. Lindenberg war die treibende Kraft auch bei der Förderung. »Dank Monika hagelte es nur so von Förderanträgen. Sie verfügte über Fachwissen in diesen Bereichen«, so Kleinmann. Lindenberg versteht es, Leute zu motivieren und zu unterstützen. »Du hast den Jugendtreff geformt«, so der Leutesheimer Ortsvorsteher. Bei der Gründung des Fördervereins war Lindenberg ebenfalls die treibende Kraft.

Wo Höhen sind, gibt es auch mal Tiefen: Kleinmann erinnert sich an Hausverbote, die an Jugendliche ausgeteilt werden mussten. Während einer Wochenend-Freizeit schlugen diese über die Stränge und überspannten den Bogen. »Jugendarbeit ist ein Konfliktbereich, das ist aber völlig normal. Die Zusammenarbeit zwischen Jugendtreff und Ortsverwaltung lief reibungslos«, lobte Lindenberg. »Die 13 Jahre sind schnell vorbei gegangen«, sagte Lindenberg. »In all der Zeit bin ich immer mit Freude hergekommen«. Auch an ihren ersten Tag erinnere sie sich noch. Es war im »Kabuff« des alten Treffs und ich hatte mich vorgestellt.

Mit Geschenken wünschten die Jugendlichen ihrer „Treff-Mama" alles Gute und hofften auf ein Wiedersehen. Martin Wahl, langjähriger Vorsitzender des Fördervereins, hatte einen Abschiedstext gereimt. Eine Bilderwand zur Erinnerung übergab Stefan Jockers. »Danke für die tolle Zeit und die guten Gespräche«, sagte der Fördervereins-Vorsitzende. Eine Nachfolge für den Jugendtreff ist noch nicht gefunden.

Laut Stadtverwaltung war die Stelle schon dreimal ausgeschrieben. Der Jugendtreff ist dienstags für Jugendliche und donnerstags für Jüngere übergangsweise geöffnet.
 



Foto: Marco Karch

Monika Lindenberg verabschiedete sich am Mittwoch in die Altersteilzeit. Ortsvorsteher Ernst Kleinmann (hinten) hielt eine Rede. Vom Fördervereins-Vorsitzenden Stefan Jockers (links) gab es eine Bilderwand und vom Zweiten Vorsitzenden Jens Keck (rechts) Blumen.



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Aktives Dorf Leutesheim, März 2012