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Grundschule Leutesheim
Feuerwehr-Schauübung in Leutesheim:
Wenn im Lehrerzimmer dicke Luft herrscht
Kehl-Leutesheim
(pr). Bei einer Schauübung wurden am Samstagmorgen 90 Kinder aus
der »brennenden« Leutesheimer Grundschule gerettet. 50
Feuerleute waren im Einsatz. Alles klappte gut, hieß es später
bei der Abschlussbesprechung.
Dicke Luft herrschte am Samstagmorgen im Leutesheimer
Lehrerzimmer: Kurz nach zehn war dort ein Schwelbrand
ausgebrochen, so die Annahme. Rektor Rolf Geisinger alarmierte
sofort die Feuerwehr.
Mit Atemschutzgeräten gingen die Feuerwehrmänner in die
einzelnen Klassenzimmer. Lehrer und Schüler hatten sich bis zum
Eintreffer der Mannen vorbildlich verhalten, lobte Kommandant
Georg Karch später, »alle blieben in den Unterrichtsräumen bis
die Feuerwehr kam.«
Einige Kinder wurden über Steckleitern gerettet, andere mussten
warten bis der komplette Flur rauchfrei und der Schwelbrand im
Lehrerzimmer gelöscht war. Im Klassenzimmer waren die Kinder zu
diesem Zeitpunkt gut aufgehoben. Dann ging es über den neuen
Notausgang an der nördlichen Gebäudeseite hinunter ins Freie.
Feuerwehrleute und Lehrer begleiteten die Schüler über die
Metalltreppe.
Für das authentisch wirkende Szenario hatte Feuerwehrmann Uwe
Karsten mit einer Nebelmaschine gesorgt. Es sah wirklich so aus,
als wäre es ein Ernstfall, sagten die Beobachter, unter denen
auch einige Eltern waren. Rolf Geisinger lobte das
disziplinierte Verhalten von Kindern und seiner Kolleginnen
sowie den routinierten Einsatz der Feuerwehrleute.
Auch Holger Heidt, stellvertretenden Kommandant der Feuerwehr
Kehl, war mit der Übung zufrieden. Er bemängelte nur ein paar
Kleinigkeiten.
Nach einer guten dreiviertel Stunde war die Übung zu Ende. Im
Anschluss durften die Schüler die Feuerwehrfahrzeuge anschauen
und die Löschgeräte inspizieren. Großen Andrang gab es bei der
Teleskopmastbühne der Wehr aus Kehl. Mit dem Korb ging es 25
Meter in die Höhe. Und so konnten die Kinder sehen, wie ihre
Schule aus der Vogelperspektive aussieht.

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