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Fw. Freuerwehr Kehl, Abt. Leutesheim
Viel Lob und Abschied bei der
Hauptversammlung der Leutesheimer Wehrmänner
Kehl-Leutesheim (ar).
Wenn es nur immer so wäre: Bevor sich ein paar langjährig aktive
Feuerwehrmänner zur Ruhe setzen, steht der Nachwuchs in gleicher
Anzahl schon mit einem Fuß in der Tür. So jedenfalls sieht
derzeit die Bilanz bei den Leutesheimer Floriansjüngern aus.
Während drei junge „Litzemer“ gerade ihre
Feuerwehr-Grundausbildung absolvieren, scheiden Werner Keck,
Dieter Keck und Hermann Heidt aus dem aktiven Dienst aus. Sie
haben das gesetzliche Höchstalter von 65 Jahren erreicht, damit
dürfen sie nur noch passiv „Schützenhilfe“ leisten, Einsätze bei
Notfällen sind tabu. Für den Leutesheimer Abteilungskommandanten
Georg Karch ist das eine ausgeglichene Bilanz. Über rückläufige
Freiwilligen-Zahlen muss er sich vorerst keine Sorgen machen.
Trotzdem war die Verabschiedung von gleich drei verdienten
Feuerwehrmännern – noch dazu allesamt ehemalige Führungskräfte –
für Karch eine ungewöhnliche Aufgabe. Werner Keck hatte die
Leutesheimer Abteilungskommandantur von 1985 bis 2000 inne,
Dieter Keck war viele Jahre lang Stellvertreter. Hermann Heidt
hat es auf knapp 30 Jahre als Gruppenführer gebracht.
Bei der Jahreshauptversammlung der Leutesheimer Feuerwehr am
Freitagabend dankten auch Ortsvorsteher Ernst Kleinmann und der
Kommandant der Kehler Feuerwehr, Gerhard Stech, den drei
Floriansjüngern für ihre jeweils 47-jährige ehrenamtliche
Tätigkeit. Natürlich wurden die neuen Alterskameraden an diesem
Abend nicht mit leeren Händen entlassen: Gerhard Stech
überreichte ihnen je einen Bildband vom Kehler NATO-Gipfel zum
Schmökern („Weil ihr ja jetzt so viel Zeit habt“), vom Chef der
Abteilung gab´s ein Wellness-Wochenende in St. Roman bei Wolfach
(„Natürlich für zwei Personen“) und Ernst Kleinmann schenkte
ihnen ein paar Flaschen edlen Wein („Damit ihr nicht
verdurstet“).
Gerhard Stech würdigte „die Riesenarbeit“, die Heidt und die
beiden Kecks für die Kehler Feuerwehr geleistet haben. Die
Anforderungen an die Feuerwehrleute nähmen stetig zu und der
Bereich, wohin die Truppe ausrücke, werde immer größer, sagte
der Brandamtsrat in seiner Rede. Die Kehler Floriansjünger
hatten zum Beispiel vergangenen März bei einem Lagerhallenbrand
in Offenburg „Überlandhilfe“ leisten müssen. Währenddessen
übernahm der Ausrückbereich 2, den die Leutesheimer zusammen mit
den Auenheimern bilden, die Wache in Kehl.

Foto:
Antje Ritzert
Hermann Heidt,
Werner Keck und Dieter Keck (von links nach rechts) sind die
„jungen Alten“ in der Leutesheimer Feuerwehr-Abteilung. Vom
Kommandanten Georg Karch (rechts) bekamen sie ein
Wellness-Wochenende im Schwarzwald geschenkt.
Stichwort
I: Bilanz der Leutesheimer Freiwilligen Feuerwehr
Mitglieder: 39 Aktive und 18
Alterskameraden
Einsätze des Ausrückbereichs 2
(Leutesheim und Auenheim) im Jahr 2011: sechs
Brandeinsätze (unter anderem der Brand in der Hornisgrindestraße
im Februar, Strohballen-Flächenbrände in Leutesheim und Linx,
ein Gartenhausbrand in Auenheim, ein Dachstuhlbrand in
Sundheim), zwei technische Hilfeleistungen, eine Vermisstensuche
in Leutesheim sowie sechs sonstige Einsätze (mehrere
Rauchmelder-Alarme aus Auenheim)
Duathlon 2011: Einnahmen
1300 Euro, davon 1000 Euro an die Kinderkrebshilfe Freiburg
gespendet.
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