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Fw. Freuerwehr Kehl, Abt. Leutesheim
Auenheimer und Leutesheimer
Feuerwehren
wollen zusammenwachsen
Kehl-Leutesheim (pr).
Die Leutesheimer und die Auenheimer Feuerwehren wollen ihre
Ausrückebereiche ab nächsten Jahr wegen Personalmangel bei
Einsätzen zusammenlegen.
Diesen Vorschlag unterbreiteten die beiden Ortkommandanten Georg
Karch aus Leutesheim und sein Auenheimer Kollege Holger Heidt am
Montagabend dem Ortschaftsrat Leutesheim.
"Der Vorschlag kommt von uns selbst. Wir haben erkannt, dass wir
bei Tageseinsätzen einfach nicht mehr genügend Personal
zusammenbekommen. Unsere Leute haben ihren Arbeitsplatz immer
seltener im Ort", erläuterten die beiden Feuerwehrchefs.
Gravierend sei das Problem insbesondere in Auenheim, wo man
zeitweise nur noch vier bis fünf Mann zusammenbekäme. "Darauf
können und wollen wir uns in Zukunft einfach nicht mehr
verlassen", erklärte Holger Heidt. Der Abteilung Auenheim
gehören 29 Mann, der von Leutesheim 35 Mann an.
Künftig könnte es so aussehen, dass beide Ausrückebereiche stets
zeitgleich alarmiert werden . Nur bei Bagatelleinsätzen gäbe es
noch eine Trennung, hieß es in der Sitzung.
Der Zusammenschluss der Ausrückebereiche muss noch vom
Feuerwehrausschuss und dem Gemeinderat der Stadt Kehl sowie von
den beiden Ortschaftsräten abgesegnet werden. Die Akzeptanz bei
den Aktiven in Auenheim und Leutesheim sei groß, hieß es in der
Versammlung am Montagabend. Die beiden Abteilungsausschüsse
hätten dem Vorhaben bereits im Mai diesen Jahres zugestimmt.
Stadtbrandmeister Gerhard Stech stehe dem Vorhaben sehr
aufgeschlossen gegenüber.
Georg Karch und Holger Heidt wollen aber in jedem Fall
sichergestellt sehen, dass an der Fahrzeugausstattung der beiden
Wehren nichts eingespart wird. Auch am Bestand der beiden
Gerätehäuser solle nicht gerüttelt werden. Gerhard Stech
bestätigte auf Anfrage, dass sich fahrzeugtechnisch nichts
einsparen ließe. "Durch die Bündelung der personellen Ressourcen
werden wir aber bei Einsätzen deutlich besser dastehen. Dass das
Signal zum Zusammenschluss von den Abteilungen selbst ausgeht,
ist sehr positiv", sagte Gerhard Stech.
Die Feuerwehren Auenheim und Leutesheim üben schon seit über
vier Jahren gemeinsam. Die Abteilungen seien deshalb auch
bereits in kameradschaftlicher Hinsicht ein gutes Stück
zusammengewachsen. "Vor kurzem hat die Leutesheimer Wehr in
Auenheim einen Einsatz komplett alleine ausgeführt, weil wir
nicht da waren", berichtete Holger Heidt. "So etwas wäre früher
undenkbar gewesen. Die Auenheimer hätten uns Leutesheimer nie an
ihr Feuer rangelassen", meinte dazu Ortsvorsteher Ernst
Kleinmann, der selbst Mitglied der Leutesheimer Wehr ist. Der
Leutesheimer Rathauschef begrüßte den Vorschlag der beiden
Abteilungskommandanten. "Es ist auch ein Zeichen dafür, dass es
zwischen den beiden Abteilungen gut funktioniert", meinte
Kleinmann.

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