.



 

 
 
  Sie sind hier:   » Startseite » Archiv » 2001 »
 


Fw. Freuerwehr Kehl, Abt. Leutesheim

Jahresabschlussübung 2001: "Leinöl verursachte Brand in Einfamilienhaus"

Kehl-Leutesheim (mk). Zur Abschlußprobe der Leutesheimer Feuerwehr galt es einen Brand in einem Einfamilienhaus zu löschen. Hierzu mussten die Wehrleute aus Leutesheim, Auenheim und Kehl mit sechs Einsatzfahrzeugen ausrücken.

Beim Umgang mit Leinöl müssen sorgfältige Kriterien eingehalten werden. Eine Vernachlässigung dieser führten am Freitagabend in Leutesheim zu einem Brand in einem Einfamilienhaus. Der Hausherr bearbeitete Therakottaplatten mit Leinöl und legte nach getaner Arbeit die mit Leinöl getränkten Lappen auf einen Stapel - was ihm dann letztendlich zum Verhängnis wurde. Denn Leinöl entzündet sich bereits bei 35°C selbst und verursachte in diesem Falle gar einen Wohnungsbrand der sich rasch ausbreitete. Erst viel zu spät bemerkte der Hausherr den Brandherd und alarmierte sofort die Feuerwehr. Nur wenige Minuten später trafen die Einsatzfahrzeuge der Abteilung Leutesheim am Unfallort ein.

Nachdem sich Einsatzleiter Rainer Hauß ein Bild der Lage machen konnte, waren Rettungstrupp und Angriffstrupp nahezu zeitgleich einsatzbereit. Alle notwendigen Löschvorkehrungen wurden sofort getroffen und PA-Träger gingen mit Atemschutz in das Wohnhaus um die Bewohner zu bergen.

Stromaggregate und Scheinwerfer wurden aufgebaut, damit das Einsatzgebiet gut ausgeleuchtet werden konnte.

Bis dahin traf die gleichzeitig alarmierte Abteilung aus dem benachbarten Auenheim am Unfallgeschehen ein. Zur Brandbekämpfung nahmen sie einen Angriff von der Rückseite des Gebäudes vor. Sie legten sofort eine Wasserversorgung und Riegelstellung zum angrenzenden Nachbarhaus.

Die Rettungstrupps konnten schon bald die Bewohner mit leichten Brandverletzungen und Rauchvergiftungen bergen. Die Verletzten wurden der eintreffenden Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes übergeben. Durch hervorragende Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rotem Kreuz kam es dann zu einer problemlosen Erstversorgung der Verletzten am Unfallort.

Um zu verhindern, daß der Brand auf nahegelegene benachbarte Gebäude übergreifen konnte, forderte Einsatzleiter Rainer Hauß (links) Verstärkung aus Kehl an. Durch den Einsatz der Drehleiter konnte der Brand von oben unter Kontrolle gehalten und letztendlich gelöscht werden.

Zahlreiche interessierte Anwohner, Ortschaftsräte und Alterskameraden verfolgten schaulustig das Geschehen.

Die Abschlußübung wurde von Karlheinz Fimeyer, einer hauptamtlichen Führungskraft der Kehler Feuerwehr, mit einem äußerst scharfen Auge überwacht. Bei der anschließenden >Manöverkritik< schilderte er dann die nur wenigen Negativpunkte, der ansonsten reibungslosen Übung. Er kritisierte, daß es zu lange dauerte, bis die PA-Träger einsatzbereit waren. Weiterhin bemängelte er die Wasserentnahme aus einem Unterflurhydrant anstatt aus einem nahegelegenen Bach, denn die Entnahme aus einem offenen Gewässer wäre ergiebiger gewesen. - Hierbei wurde eine Diskussion ausgelöst, bei der die Gruppenführer ihre Entscheidung und Vorgehensweise erläuterten.

Verständigungsprobleme in Leutesheim
Größtes Fiasko war der Einsatz der Funkgeräte. Da die Geräte in Leutesheim nicht auf alle Funkkanäle umstellbar sind, sprachen sämtliche Einsatzkräfte auf dem selben Kanal, was zu Unverständlichkeiten führte. Bei diesem Funkkaos war letztendlich Nichts mehr zu verstehen. Dies müsste nun deutlich zeigen, daß die Leutesheimer Wehr mit neuen Geräten ausgestattet werden sollte.

Positiv zu bemerken war, daß mehr Personal nachgefordert wurde und daß das Drehleiter-Fahrzeug aus Kehl zum Einsatzort gerufen wurde. Auch die Zusammenarbeit mit der Abteilung aus Auenheim, welche regelmäßig geprobt wird, hat wiedereinmal gute funktioniert.


 



zurück | drucken


Aktives Dorf Leutesheim, November 2001