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Fw. Freuerwehr Kehl, Abt. Leutesheim

Jahresabschlussübung 2000: "Brand im Leutesheimer Kindergarten"

Kehl-Leutesheim (mk). Eine Nachbarin des Leutesheimer Kindergartens bemerkte am vergangenen Freitagabend gegen 18.00 Uhr starke Rauchentwicklung aus einem Kellerfenster und alarmierte sofort die Feuerwehr. Nur wenige Minuten später trafen die Einsatzfahrzeuge der Abteilung Leutesheim am Unfallort ein. Eine aus dem Gebäude stürmende Erzieherin berichtete dem Einsatzleiter, daß sich mindestens zwei weitere Personen im Gebäude befinden und erlitt anschließend durch starken Schockzustand einen Kreislaufzusammenbruch. Sie wurde der etwas später eintreffenden Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes übergeben.

Alle Notwendigen Löschvorkehrungen wurden getroffen, um bei einem Brandausbruch, der zur Zeit nicht vorlag, entgegenwirken zu können.

Die Leutesheimer Feuerwehr war am Brandort rasch einsatzbereit.

Stromaggregate und Scheinwerfer mußten aufgebaut werden, da sich in unmittelbarer Nähe des Kindergartens keine Straßenbeleuchtung befindet und das Gebäude etwas abseits der Straße im Dunkeln liegt.

Bis dahin traf die gleichzeitig alarmierte Abteilung aus dem benachbarten Auenheim am Unfallgeschehen ein. Auch sie legten sofort zur Vorsorgemaßnahme eine Wasserversorgung.

Insgesamt drei Rettungstrupps der beiden Abteilungen gingen mit Atemschutz in das Gebäude und konnten die gemeldeten zwei Personen mit leichten Verletzungen retten und sicher aus dem Kindergarten führen. Da an diesem Tage Umbaumaßnahmen im Kindergarten stattfanden mußte sichergestellt werden, ob sich noch weitere Personen im Gebäude befinden. Der vermeidliche Brandherd wurde im Keller lokalisiert. Es handelte sich um einen glunzenden Abfalleimer, in dem sich u.a. auch Farbdosen befanden. Ursache war ein ausgeschütteter Aschenbecher der Bauarbeiter, die sich kurz zuvor noch im Hause aufhielten.

Die drei verletzten Erzieherinnen waren zu dieser späten Zeit wegen Aufräumarbeiten noch im Kindergarten und wurden vorbildlich vom Roten Kreutz in einer benachbarten Garage versorgt.

Durch hervorragende Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rotem Kreuz kam es zu einer problemlosen Erstversorgung der Verletzten am Unfallort.

Bei der anschließenden Manöverkritik zeigte sich Stellvertretender Stadtbrandmeister Roland Walter, der die Übung mit einem äußerst scharfen Auge überwachte, sehr zufrieden. Er kritisierte aber den Einsatz einer Schnellangriffsleitung, die sich beid er Übung als zu kurz erwies, und nannte noch zwei, drei Kleinigkeiten, die nicht optimal gelöst wurden. Als positiv bewertete er die gute Zusammenarbeit mit der Abteilung aus Auenheim.

 



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Aktives Dorf Leutesheim, November 2000