.



 

 
 
  Sie sind hier:   » Startseite » Archiv » 2005 »
 


Fw. Freuerwehr Kehl, Abt. Leutesheim

Jahresabschlussübung 2005: Beim "Brand" kamen einige Unzulänglichkeiten ans Tageslicht

Kehl-Leutesheim (pr). Eine etwas holprig verlaufende gemeinsame Jahresabschlussübung absolvierten die beiden fusionierten Feuerwehren aus Leutesheim und Auenheim am Freitagabend beim "Brand" der Metzgerei Keck in Leutesheim.

Nach dem Einsatz ließ Ernst Kleinmann ein wenig Dampf ab. Der Leutesheimer Ortsvorsteher, selbst aktiver Feuerwehrmann, sprach in der Abschlussbesprechung von einem organisierten Chaos. "Die Rheinwaldstraße hätte man bei dem Einsatz viel früher für den Verkehr schließen müssen", so Kleinmann. Außerdem sei es am Einsatzort stockdunkel gewesen. Die neue Kehler Teleskop-Mastbühne, die man für den Einsatz angefordert hatte, verfüge über zu wenig Licht, hieß es am Freitagabend. Durch die Übung seien ein paar Unzulänglichkeiten ans Tageslicht gekommen, über die man in nächster Zeit noch reden müsse.

Die beiden Abteilungschefs Georg Karch (Leutesheim) und Holger Heidt (Auenheim) waren wie Ernst Kleinmann nur als Beobachter vor Ort. Heidt, der als Stellvertreter des Stadtbrandmeisters, die offizielle Manöverkritik durchführte, stellte fest, "dass wir noch einiges an Arbeit vor uns haben." Insbesondere die Abstimmung in der Führungsebene sei verbesserungswürdig, sagte Holger Heidt. Er zeigte sich aber trotzdem zuversichtlich, dass es gelinge sehr bald "eins zu werden".

Georg Karch betonte, dass das Objekt "Metzgerei Keck" für die beiden Feuerwehren aus Auenheim und Leutesheim schlichtweg zu groß sei: "Im Ernstfall hätten wir Verstärkung angefordert", so der Leutesheimer Feuerwehrchef.

Insgesamt 43 Feuerwehrleute, davon 27 aus Leutesheim, wurden am Freitagabend um 18 Uhr zum Einsatz gerufen. Ein Räucherofen im hinteren Bereich der Metzgerei Keck hatte Feuer gefangen, so die Annnahme. Drei Mitarbeiter hätten ohne Erfolg versucht, den Brand selbst unter Kontrolle zu bringen. Sie wurden nun vermisst. Die "Verletzten" konnten sehr schnell gefunden und gerettet werden. Sie wurden von Helferinnen des Leutesheimer DRK und Pfarrer Heino Pönitz betreut.

Danach wurde der "Brand" bekämpft. Bei dem Einsatz am Freitagabend hatten die Feuerwehrleute mit technischen Unzulänglichkeiten zu kämpfen. Die Atemluftflaschen waren offensichtlich nicht vollständig gefüllt. Rainer Hauß von der Leutesheimer Wehr monierte, dass die Ventile nicht in Ordnung seien. Auf dieses Problem hätten die Leutesheimer in Kehl schon mehrfach hingewiesen. Und sein Kollege Hans-Peter König rief zu mehr Disziplin am Funk auf. Die Rückmeldung nach einem Einsatz müsse verständlicher erfolgen. "Holger oder Volker, das ging in dem allgemeinen Funksalat völlig unter", monierte König. Außerdem seien die Akkus der Funkgeräte teilweise zu alt und nicht mehr leistungsfähig genug.

Die neue Kehler Teleskop-Mastbühne, die seit einem Jahr die Drehleiter ersetzt, wurde über das Dach der Metzgerei ausgefahren. Allerdings war sie für kurze Zeit nicht vollständig einsatzfähig. Ein angekuppelter Wasserschlauch löste sich unter Druck aus der Verankerung. Die vielen Schaulustigen mussten sich vor dem "Springbrunnen" in Sicherheit bringen.

Die Fusion der beiden Wehren aus Auenheim und Leutesheim wird ab 16. November in die Praxis umgesetzt. Holger Heidt teilte mit, dass ab diesem Zeitpunkt die "Wecker" auf eine gemeinsame Alarmierung umprogrammiert würden. Geplant sei die Bildung von Tag- und Nachtschleifen sowie einer Kleineinheit von zehn Mann. Sie soll zum Beispiel für kleinere Ölunfälle gerufen werden.
 

 



zurück | drucken


Aktives Dorf Leutesheim, November 2005